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Pflicht zur Datensicherung

16. Dezember 2004

In einer erst jetzt veröffentlichten Entscheidung des OLG Hamm hat das Gericht die Verantwortlichkeitsbereiche zwischen Kunden und Auftragnehmer bei datengefährdenden Eingriffen in die Informationstechnologie des Kunden genauer bestimmt. Danach muss sich der Kunde überwiegendes Mitverschulden am Datenverlust beim Kunden aufgrund eines fehlerhaften Eingriffs vorwerfen lassen, wenn er nicht für die zuverlässige, zeitnahe und umfassende Datensicherung gesorgt hat. Zwar müsse der Auftragnehmer bei solchen Eingriffen nachfragen und sich vergewissern, ob die Datensicherung dem aktuellen Stand entspricht; weitere Aufklärungsmaßnahmen seien jedoch nur notwendig, wenn sich dafür konkrete Anhaltspunkte ergeben. Das Gericht verneinte daraufhin Schadenersatzansprüche des Kunden gegen den Auftragnehmer.

Dr. Florian von Baum veröffentlicht eine Zusammenfassung der Entscheidugn des OLG Hamm vom 01.12.2003 in "IT-Business Day".

www.it-business.de

Publikation: IT-Business.net
Fachgebiet: Business & Technology Transactions