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Verjährung von Ansprüchen droht zum Jahresende

01. Dezember 2004

Zahlreiche offene Forderungen aus der Zeit vor dem 1. Januar 2002 drohen am Ende dieses Jahres zu verjähren und können dann  nicht mehr durchgesetzt werden. Dies ist eine der Folgen der Änderung der Verjährungsvorschriften nach der Schuldrechtsreform. Betroffen sind insbesondere Rückforderungsansprüche aus Darlehen, Bürgschaften und Schuldanerkenntnissen, Vergütungs- und Schadensersatzansprüche aus Werk- oder anderen Verträgen, den Anspruch des Käufers auf Übereignung des Kaufgegenstandes, sowie Ansprüche auf Rückabwicklung von Verträgen. Für diese Ansprüche, die nach altem Recht erst nach 30 bzw. 4 Jahren verjährten, gilt nunmehr die verkürzte Verjährung von 3 Jahren, jedoch mit einem „fingierten“ Verjährungsbeginn am 1.1.2002 (Ende 31.12.2004). Die Verjährung dieser Ansprüche kann u.a. durch Klageerhebung oder Zustellung eines Mahnbescheides sowie durch ernsthafte und beweisbare Verhandlungen zwischen den Parteien über den Anspruch verhindert werden. 

Dr. Florian von Baum veröffentlicht den Artikel in "IT-Business Day".

www.it-business.de

Publikation: IT-Business.net
Fachgebiet: Corporate & Compliance